Urlaub: Schnitzeljagd durch Miethäuser

Geocaching als moderne Variante der Schnitzeljagd erobert zwar die Welt der Erwachsenen, im Alltag unserer kleinen Bevölkerung dominiert aber immer noch das traditionelle Schnitzeljagen. Dieses ist beispielsweise im angemieteten Urlaubshaus eine willkommene Unterhaltung für kleine Kinder und wer erstmal genug von Navigationsgeräten hat, nachdem er mühevoll die Urlaubswohnung über Staus und Umleitungen anfahren musste, der wird beim klassischen Schatzsuchen mit den Kleinen sicherlich aufblühen.

Ohne Software und Geräte geht’s dann mit den Kindern auf die Suche. Im Gegensatz zum modernen Geocaching legen sie dabei natürlich weitaus weniger Wegstrecke zurück, sodass im Vorfeld ein Aktionsradius festgelegt werden sollte, der den Möglichkeiten von Kindern entspricht. Im Urlaub kann das zum Beispiel die Jagd über mehrere Miethäuser sein. Je nachdem wie groß ihre Feriengruppe ist und wie viele Wohnungen sie demnach für die Urlaubszeit in Anspruch nehmen.

Das Spiel vom Gelände in Ferienwohnungen zu verlagern, bietet sich natürlich bei Regen an und richtet sich auch nach dem Alter der Kinder. Ansonsten besteht natürlich die Gelegenheit wie üblich draußen zu spielen. Entweder im großen Garten des angemieteten Hauses oder Querfeldein. Vielleicht ist es dann aber ratsam doch vorsichtshalber wenigstens ein Navigationsgerät mit sich zu führen, im Fall, dass man sich tatsächlich im fremden Land verlaufen sollte. Sonst hätte man eine echte Schatzsuche bzw. Wohnungssuche zu bewältigen.

Das könnte sich in manchen Ländern durchaus als Herausforderung herausstellen, wenn sich Miethäuser und Ferienwohnungen in völlig gleicher Gestalt ununterscheidbar über eine größere Fläche ziehen. Dasselbe gilt auch für den Urlaub im Wohnmobil, wo man auf ausgedehnten Campingplätzen plötzlich nicht mehr das eine fahrbare Zuhause vom nächsten Haus auf Rädern unterscheiden kann.

Es hat aber auch das strenge Indoor-Schnitzeljagen so seine Tücken. Begrenzt man das Spiel ausschließlich auf eine Wohnung, ist die Suche zwischen den eigenen Vier Wänden unter Umständen weniger spannend, da man die Umgebung bereits kennt. Man muss also je nach Situation abwägen, ob man das großräumige Geocaching, das klassische Schnitzeljagen oder Indoor-Schatzsuche betreiben möchte.

Geocaching ohne Auto?

Eines der immer weiter an Bedeutung gewinnenden Hobbys ist das Geocaching. Es geht darum, mit Hilfe von Geodaten verschiedene Standorte zu finden, wo Hinweise auf weitere Standorte zu sehen sind. Im Grunde genommen ist Geocaching also ähnlich einer Schnitzeljagd aufgebaut. Allerdings ist das Hobby nicht nur den Kindern vorbehalten, sondern genauso für Erwachsene bestens geeignet. Allerdings liegen die einzelnen Punkte, die man ansteuern soll, oft sehr weit auseinander. Ein Spaziergang ist Geocaching deshalb sicher nicht. Vielmehr sollte man ein eigenes Auto haben, um zeitnah alle Punkte zu erreichen.

Ohne Auto ist Geocaching zwar ebenfalls möglich, allerdings nur in eingeschränktem Maße. Jeder, der sich an einer solchen Suche (Events werden oftmals über das Internet veranstaltet) beteiligen will und dabei ohne Auto war, weil etwa eine MPU angeordnet worden ist, kann dies bestätigen. Denn erst, wenn die ansteuerbaren Ziele wirklich weit auseinander liegen, wird man das richtige Feeling für dieses Hobby bekommen.

Es ähnelt im Grunde einer Schatzsuche und jeder, der es schafft, die einzelnen Punkte zu finden, kann wieder einen weiteren Hinweis zum Endziel bekommen. Dort wartet dann beispielsweise eine besondere Überraschung oder einfach der Sieg, das Ziel als einer der ersten erreicht zu haben. Regelrechte Wettbewerbe werden dabei veranstaltet, wobei zunächst im Internet nur der Startpunkt bekannt gegeben wird. Alle weiteren Punkte, die angefahren werden müssen, um ans Ziel zu gelangen, erfährt man erst durch die Hinweise direkt vor Ort. Wichtig ist dabei natürlich, dass jeder, der einen Punkt erreicht hat, auch die Hinweise lediglich zur Kenntnis nimmt und wieder zurück legt, damit die anderen Teilnehmer diese ebenso finden können. Inwieweit die Geschwindigkeit von Bedeutung ist, hängt von der jeweiligen Motivation des Wettbewerbs ab. Ebenfalls kann es unterschiedlichste Preise und Co. geben, die vor Ort auf die Teilnehmer warten. Hier kommt es immer auf den zugrunde liegenden Wettbewerb an, über dessen Bedingungen natürlich ebenso im Internet informiert wird.

Alternativhobby zum Geocaching?!

Schade,schade. Ich hatte vor Kurzem noch einige Mitstreiter, die (wie ich) gerne auf Schatzsuche gingen und mit denen das Geocaching echt Spaß machte. Doch irgendwie hat man sich mit der Zeit aus den Augen verloren. Die Gründe dafür waren sehr unterschiedlich. Der Eine war zum Beispiel auf einmal sehr eingespannt, was seine Arbeit betraf, der Andere hat im März eine kleine Tochter bekommen. Und wieder andere haben ein neues, teilweise zeitintensives Hobby. Ich wollte das genauer wissen. Denn was kann bitte schöner sein, als Geocaching?!

Da war zum Beispiel Lara. Mit ihr hat Geocaching immer sehr viel Spaß gemacht, mittlerweile geht sie jedoch nur noch selten mit auf die Jagd nach dem Schatz. Der Grund ist simpel: Lara möchte mehr entspannen in ihrer Freizeit. Dies tut sie in der Sauna. Ihre Eltern haben eine in ihr Haus eingebaut und das scheint eine mit recht viel Sauna Zubehör zu sein, sodass der Saunagang noch mehr Spaß macht. Immerhin: Wir verlieren uns nicht völlig aus den Augen, denn nächste Woche bin ich zum Saunen eingeladen, weil Lara mir unbedingt zeigen mag, wie toll das doch ist. Ich bin mal gespannt.

Oder Marcus. Sein neues Hobby ist das Badmintonspielen. Er erzählte mir, dass er das schon früher im Sportunterricht gerne gemacht hätte und jetzt hat er wohl einen Verein entdeckt, bei dem er seinem Hobby wieder mehr nachgehen kann. Gut, wenn man dann gleich in einer Mannschaft spielt, kann ich das verstehen, es ist schon ein Hobby, dass zeitintensiv ist.

Bei Andreas verstehe ich es allerdings nicht so sehr. Sein alternatives Hobby zum Geocaching lautet nämlich: Zocken. Und zwar abenteuerliche PC – Spiele oder Spiele auf der Konsole. Da frage ich mich dann wieder, ob es nicht eigentlich mehr Spaß macht, die Abenteuer wirklich selbst zu erleben. Real eben. Aber vielleicht sehe nur ich das so, weil ich schon immer gerne draußen in der Natur herum gerannt bin??

Geocaching und der alltägliche Wahnsinn

Es ist immer wieder unglaublich, was ich schon alles gelernt habe, während ich meinen aktuellen Schatz beim Geocaching ausfindig gemacht habe. Nicht selten komme ich auf meinen Streifzügen nämlich an einem Kiosk vorbei, wo die neuen Tageszeitungen stehen. Erst kürzlich machte ich dort eine Entdeckung, die mich schlucken ließ: Schon wieder sollen unsere Heizölpreise steigen!!

Natürlich hat mich diese Meldung sehr schockiert und auch ziemlich nachdenklich gemacht. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber die Nebenkosten meiner derzeitigen Wohnung sind schon recht hoch – ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie das werden wird, wenn die Heizölpreise wirklich ansteigen sollen. Ihr könnt euch sicher denken, dass mir an diesem Tag nicht mehr so wirklich nach Schatzsuche zumute war.. Welche spannenden, traurigen, schockierenden, lustigen und verstörenden Meldungen und Nachrichten habt ihr denn bei eurer Hetzjagd nach dem Schatz bisher so erfahren?

Meine Freundin Elisa erzählte mir neulich auch eine ähnliche Geschichte, allerdings war die Nachricht, die sie erzählt bekam um einiges erfreulicher: Sie ist wohl gerade in einem Waldgebiet umher gestapft – dem Schatz schon sehr nahe – als plötzlich ihr Handy geklingelt hat. Ihre Schwester war dran. Und die freudige Botschaft war: „Elisa halt‘ dich fest: Ich bin schwanger!“. Das war vielleicht was, sage ich euch! Elisa war so froh und gleichzeitig auch überwältigt, dass sie sich einfach hat ins Gebüsch fallen lassen, um weiter zu telefonieren!

Natürlich sind nicht alle Nachrichten so erfreulich. Ich glaube das Blödeste bisher in dieser Richtung ist meinem besten Freund Max passiert: Er war damals gemeinsam mit mir unterwegs auf Schatzsuche und seine Freundin rief an. Dann kam der typische Satz: „Wir müssen reden, Max!“. Oh shit. Wie ich solche Sätze hasse! Das bedeutet meistens Stress. Den gab es abends auch, allerdings war Max natürlich schon den ganzen Tag durch den Wind wegen dieses Anrufs. Seine Freundin war eifersüchtig, weil er so viel mit mir rum hängen würde – Geocaching und so. Frauen…