Geocaching – Software

Um einem das Hobby des Geocachings zu erleichtern und damit noch mehr Spaß in die Sache zu bringen, gibt es speziell für diese Bedürfnisse entwickelte Geocaching Software. Diese Software ist normalerweise als Ergänzung für den Computer gedacht und ermöglicht eine systematische Organisation von Geocaching Daten.

Wer mit seinem GPS-Empfänger bereits einige Touren gemacht hat, der wird schell feststellen, dass es allmählich ganz schön unübersichtlich wird, wenn man versucht die bereits gesammelten Geodaten zu ordnen und zu systematisieren. Ein Problem dabei sind zum Beispiel die gespeicherten Wegpunkte. Auf jeder Route werden normalerweise einige signifikante Wegepunkte als Orientierungshilfe gespeichert. Die automatische Speicherung der Wegpunkte durch das GPS-Gerät erfolgt jedoch meistens mit dreistelligen Ziffern, von denen man nach einiger Zeit schon gar nicht mehr weiß, welchen der Wegpunkte sie eigentlich beschreiben. Hinzu kommt, dass jedes GPS-Navigationsgerät nur eine bestimmte Anzahl von Wegpunkten speichern kann.

Da GPS-Empfänger in der Regel nur eine recht geringe Speicherkapazität besitzen, sind sowohl die gespeicherten Wegpunkte als auch die bereits zurückgelegten Strecken oft sehr schnell am Limit der jeweiligen Speicherkapazität des Gerätes angekommen. Schon allein aus diesem Grund ist ein Geocaching Software für den PC sinnvoll. Hiermit bietet sich einem die Möglichkeit, zum einen den Speicher seines GPS-Empfängers zu erweitern und zum anderen die gespeicherten Daten übersichtlich und logisch zu organisieren.

Mit einer solchen Software kann man auf dem  PC problemlos alle Wegpunkte speichern und so benennen, dass man sich auch nach Jahren noch leicht an den markierten Wegpunkt erinnert. Auch die Touren, die man bereits gelaufen ist, kann man hier mühelos archivieren. Weiterhin ist die Handhabung ein positives Feature, da sich mit dem PC Daten sehr leicht und schnell über die Tastatur eingeben und speichern lassen; bei GPS-Geräten verfügt man meist nur über eine vier Wege Navigation zum Auswählen von Buchstaben und Zahlen.

Auch im Vorfeld bei der Planung von Geocaching Routen ist die PC-Software nützlich. Auf diese Weise kann ganz einfach mit digitalen Karten gearbeitet werden, um so die beste Route für die Geocaching Tour zu bestimmen. Und das Beste ist, dass man die gespeicherten Geodaten per Schnittstelle oder Datenkabel ebenso einfach wieder auf sein GPS-Gerät übertragen kann, wenn man entweder die gespeicherte Route nochmals laufen möchte oder eine ausgearbeitete Route erstmalig ausprobieren möchte.

Geocaching – Sonderformen

Auch wenn das Geocaching an sich noch eine recht neue Form der Freizeitgestaltung ist, so ist die Entwicklung doch rasant. Jahr um Jahr finden mehr Leute Spaß daran und finden immer neue Möglichkeiten, ihr Hobby interessant und lustig zu gestalten. Aus diesen Ideen entstehen dann spezielle Sonderformen des Geocaching, die sich nach und nach etablieren:

1. Event-Cache
Als Event-Cache bezeichnet man eine Form des Geocachings, die vor allem die einzelnen Geocaching Gruppen zusammenführen soll und gewissermaßen ein Forum für Geocacher schaffen soll, in dem man sich kennenlernen kann und Erfahrungen austauschen kann. Bei manchen größeren Events gibt es auch ein Rahmenprogramm. Der Ort für solche Event-Caches muss in manchen Fällen auch mit dem GPS-Gerät gesucht werden.

2. Geodashing
Das Geodashing ist eine Art GPS-Wettkampf. Die Dauer eines Geodashs beträgt einen Monat. In diesem Monat geht es darum, so viele „Dashpoints“ wie nur möglich auf der ganzen Welt zu besuchen. An den angegebenen Dashpoints liegt jedoch kein Cache, sondern in der Regel wird ein Bild als Erinnerung gemacht. Wer oder welches Team in dieser Zeit die meisten Dashpoints besucht hat, gewinnt.

3. Multicache
Einen Multicache kann man sic him Prinzip wie eine Schnitzeljagd vorstellen. Zu Beginn kenn man die genauen Geodaten des Zielortes noch nicht, sondern muss zuerst verschiedene andere Orte aufsuchen oder Aufgaben erfüllen, um den nächsten Hinweis auf die Zielposition zu erhalten.

4. Mysterycaching
Beim Mysterycaching bekommt man zwar die Koordinaten einer bestimmten Position, an dieser ist jedoch nicht der gesuchte Cache versteckt. Die genauen Koordinaten erhält man meist, wenn man ein Rätsel löst. In manchen Fällen ist der Mysterycache aber auch der Auftakt eines Multicaches.

5. Nightcaching
Wie der Name schon sagt, so findet Nightcaching bei Dunkelheit statt. Das besondere an dieser Art des Geocachings liegt darin, dass der Cache nur bei Dunkelheit gefunden werden kann, da beispielsweise die Position durch Reflektoren gekennzeichnet ist, die nur bei Anleuchten mit der Taschenlampe sichtbar werden.

6. Wherigo Cache
Die neuste Sonderform des Geocaching ist der Wherigo Cache und ist eine Art Adventure-Game. Die Spieler müssen hierzu eine Cartrige (Datei mit den Spielinformationen) auf ihr GPS-Gerät laden und werden dann an bestimmte Positionen geführt, an denen sie Rätsel lösen oder virtuelle Objekte oder Personen antreffen können, die sie zu dem eigentlichen Cache führen.

Geodaten Festival

Am Wochenende vom 19. bis 20. September 2009 fand in der „Zeche“ in Essen erstmalig ein GPS Festival statt. Der Sinn dieser Veranstaltung sollte es sein, gewissermaßen eine Messe für den immer bekannter und beliebter werdenden GPS-Bereich zu veranstalten, der sich aber vor allen Dingen konkret an die letztendlichen Nutzer und Verbraucher richten sollte.

In diesem Sinne war die Veranstaltung auch dementsprechend weniger als Messe, sondern eher Verbraucher orientiert ausgerichtet, daher auch der Name „Festival“. Im Rahmen dieses Geodaten Festivals richteten die 25 Aussteller ihr Hauptaugenmerk auf GPS-Produkte, die vor allem im Outdoor- und Sportbereich Verwendung finden; zu sehen gab es GPS-Empfänger, Fahradcomputer, Uhren sowie Navigationsgeräte, die auf der GPS-Technologie basieren.

Eingebettet war das Ganze in ein ansprechendes Rahmenprogramm für Groß und Klein, bei dem die Besucher diverse Möglichkeiten an Sport und Spiel ausprobieren und damit auch jede Menge Spaß haben konnten. So gab es unter anderem ein umfassendes Kinderprogramm, Anfänger Workshops im Geocaching sowie das so genannte Cacher’s Paradise, bei dem jeder der Lust hatte auf die moderne Schatzsuche von heute gehen konnte und als Highlight das Finale der Geocaching Masters, bei dem mehrere Teams in anspruchsvollen Geocaching Disziplinen (im Wasser, in luftigen Höhen, usw.) gegeneinander antreten konnten. Darüber hinaus gab es natürlich noch mehrere Gewinnspiele mit attraktiven Preisen aus dem GPS-Bereich.

Insgesamt kamen ungefähr 15.000 Menschen auf das GPS-Festival, womit dieses sowohl aus Sicht der Veranstalter als auch aus Sicht der Besucher ein voller Erfolg war. Dieses Event zeigte, dass sich die Welt des GPS bereits heute in der Gesellschaft etabliert hat und das Interesse an dieser Technik vor allem im Bereich Outdoor und Sport immer weiter wächst. Da es vorhersehbar ist, dass in den nächsten Jahren die Begeisterung für naturverbundene Spaß- und Spielsportarten wie das Geocaching weiterwachsen wird und das Potential hier noch lange nicht ausgeschöpft ist, kann man sich schon jetzt auf Neuheiten gespannt sein und sich auf die GPS-Festivals der kommenden Jahre freuen.

Geocaching als Betriebsausflug

Ein Betriebsausflug soll im optimalen Falle bei allen Beteiligten ein gewisses Maß an Sozialverhalten fördern und vor allen Dingen Spaß machen. Eine derzeit sehr im Trend liegende Variante eines solchen Betriebsausfluges stellt das Geocaching dar. Dieser seit einigen Jahren in Mode gekommene „Trendsport“ ist eine Art moderne Schatzsuche, die Jung und Alt und Groß und Klein dazu animiert, abenteuerlustig in die Natur zu spazieren und diese auf der Suche nach ihren Geheimnissen zu erkunden.

Auch als Unternehmung für einen Betriebsausflug wird das Geocaching immer beliebter; jedoch erfordert dies auch etwas Aufwand im Voraus. Hier ein kurzer Überblick darüber, welche Schritte man bei der Planung einer Geocaching Route durchlaufen sollte und was bei der Präsentation beachten sollte:

1. Analyse der der Teilnehmerstruktur: Zuerst sollte man sich im Klaren darüber sein, wie viele Menschen überhaupt an dem Betriebsausflug teilnehmen, damit man das weitere Vorgehen dementsprechend planen kann. Die Teilnehmerzahl ist für das Geocaching an sich jedoch irrelevant und kann mit unbegrenzt vielen „Schatzsuchern“ unternommen werden. Weiterhin ist zu überlegen, in welchem Alter und in welchem gesundheitlichen Zustand sich die meisten Teilnehmer befinden, um die Route der entsprechenden Gruppe anzupassen. Danach sind gemischte, gleich starke Gruppen zu jeweils etwa gleich vielen Personen einzuteilen; sinnvoll sind hierbei abteilungsübergreifende Konstellationen, um ein soziales Netzwerk innerhalb der Firma zu schaffen, das über die einzelnen Abteilungen hinausgeht.

2. Auswahl des Geocaching Geländes: Das Gelände sollte nach der Analyse der Teilnehmerstruktur so gewählt werden, dass es in der Länge der Strecke und der Raffinesse des Geländes den Bedürfnissen aller Teilnehmer gerecht wird. Cachkarten lassen sich ganz einfach im Internet finden. Es kann jedoch manchmal sinnvoll sein, sich einige zur Auswahl stehenden Gelände vorher anzusehen, um sicher zu gehen, dass das Gelände von den Teilnehmern bewältigt werden kann.

3. Ausrüstung: Wichtig ist, dass jede Gruppe mindestens ein GPS-Gerät besitzt, um sich durch das Gelände navigieren zu können. Viele neue Handy-Geräte besitzen eine GPS-Funktion und können daher zum Geocachen genutzt werden; es können aber auch Geräte ausgeliehen werden. Zudem ist darauf zu achten, dass alle Teilnehmer mit festem Schuhwerk, wetterfester Kleidung, etwas Proviant (denn eine Geocaching Route kann durchaus einige Stunden dauern) und mindestens einem Handy ausgerüstet ist, damit niemand verloren geht.

4. Präsentation auf einer Faltwand: Bei der Präsentation hat sich eine Faltwand von Clip oder anderen Herstellern bisher als sehr nützlich erwiesen, da hier auf einen Blick die gesamte Route zu erfassen sein sollte. Weiterhin sollte jede Gruppe eine eigene Karte sowie die Koordinaten der aufzusuchenden Schätze bekommen. Es sollte sichergestellt werden, dass jeder Teilnehmer verstanden hat, wie Geocachen funktioniert und die Geräte eigenständig bedienen kann. Weiterhin muss auch unbedingt darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Natur, in der man sich bewegt nicht durch Fehlverhalten belastet werden soll.

So steht einem Betriebsausflug im Grünen nichts mehr im Wege und alle Geocacher können sich auf den Weg ihrer eigenen kleinen Schatzsuche machen.

Geocaching mit Werbeartikeln

Nutzt man Werbeartikel als Cache, so wird Geocaching nicht nur eine abenteuerliche und begeisterungswürdige Freizeitbeschäftigung, sondern kann gleichzeitig auch als Promotion und Publicity für Firmen dienen. Auf diese Weise kann man das Angenehme mit dem Nützlichen bzw. Arbeit und Vergnügen miteinander verbinden.

Der so genannte „Cache“ beim Geocaching ist die Belohnung bzw. der Schatz, den man findet, wenn man die Koordinaten richtig ausgewertet hat und die Position der gesuchten Stelle richtig identifiziert hat. In der Regel handelt es sich dabei um Kleinigkeiten, die keinen besonders großen Wert haben müssen bzw. sollen, da in diesem Fall ja eher der Gedanke zählen soll und die eigentliche Belohnung das Finden des gesuchten Versteckes ist. Ein Kugelschreiber, ein Notizbuch, ein Luftballon, ein Schlüsselanhänger, eine Murmel, etc. sind durchaus häufige Tauschgegenstände in vielen Caches.

Wer sich bzw. seiner Firma gerne den neuen Trend des Geocachings zu Nutze machen möchte, der kann sich selbst auf die Suche nach einigen Caches in der Umgebung machen und kleine Werbegeschenke im Cache hinterlassen, wenn er ihn gefunden hat. Der nächste Abenteuerer, der den Cache findet, ertauscht sich vielleicht den dort hinterlassenen Kugelschreiber oder Ähnliches und kommt bei Gelegenheit auf die dort angegebene Adresse zurück, wenn er etwas braucht, das in das Dienstleistungsgebiet der entsprechenden Firma fällt. Selbst, wenn ein anderer Tauschgegenstand entnommen wurde, so bleibt vielleicht zumindest der Name der Firma im Gedächtnis, wenn man ihn in diesem Zusammenhang kennenlernt.

Wer möchte, kann aber auch eigene mit Werbeartikeln gefüllte Caches zu verstecken, die dann Anfangs nur Werbeartikel der eigenen Firma enthalten. Mit der Zeit jedoch werden diese dann durch andere Tauschgegenstände ersetzt und die Werbeartikel verbreiten sich. Es ist aber natürlich möglich, die Caches immer wieder durch Tausch mit den anderen hinterlassenen Artikeln durch Werbegeschenke zu ersetzen, jedoch trifft dies nicht den eigentlichen Sinn des Geocachings.

Etwas mehr Aufwand, dafür aber auch mehr an Publicity bringt das Sponsoring offizieller Geocaching Wettbewerbe. Hier werden viele Menschen gleichzeitig auf die Firma aufmerksam gemacht und man kann bereits im Vorfeld der Veranstaltung Werbemittel als Tauschgegenstände anbieten.

In jedem Fall bietet das Geocaching eine Vielzahl an originellen Möglichkeiten, durch Werbegegenstände bekannt zu werden.