Navigationsgeräte & Geodaten

Ganz allgemein gesprochen ist ein Navigationsgerät ein Gerät, dessen Funktion es ist, Messdaten zu verarbeiten und auf Grundlage dessen lokale Positionen zu ermitteln. Dieser Vorgang läuft normalerweise so ab, dass zuerst von Satelliten ausgehende Signale vom entsprechenden Navigationsgerät erfasst werden und diese in einem zweiten Schritt verarbeitet werden, um daraus die Koordinaten für eine bestimmte Position zu ermitteln. Die anhand der empfangenen Geodaten errechnete Position kann dann auf einer Karte angezeigt werden. Auf diese Weise funktionieren zur Zeit alle gängigen Navigationsgeräte, sei es für das Auto, das Handy oder den GPS-Empfänger.

Im Zusammenhang mit der Erfassung von geologischen Daten aus entweder professionellen Gründen oder einfach nur zur Freizeitgestaltung (z.B. Geocaching) verwendet man in der Regel technisch hochwertige GPS-Empfänger, die ihre Signale aus dem so genannten Global Positioning System (GPS) beziehen.

Man unterscheidet jedoch verschiedene Formen bzw. Modelle des GPS-Empfängers:

1. Chip: Als Chip bezeichnet man GPS-Geräte, die ihre Signale mittels eines Chipsatzes empfangen und zu Geodaten verarbeitet werden.

2. Maus: Die so genannten GPS-Mäuse sind gewissermaßen eine Erweiterung für mobile Navigationsgeräte. Die Maus muss dabei an ein anderes Gerät wie beispielsweise Handy oder PDA angeschlossen werden und empfängt dann durchgängig Geoinformationen. Diese können über Schnittstellen an das Endgerät weitergeleitet und angezeigt werden.

3. Logger: Ein Logger funktioniert ähnliche wie die GPS-Maus, allerdings werden die gesammelten Informationen im Gerät gespeichert, so dass sie im Nachhinein am Computer ausgelesen werden können.

4. Navigationsgerät: Die gängigen Navigationsgeräte im Outdoor-Bereich, die auch zum Geocaching verwendet werden bezeichnet man als Navigationsgerät oder GPS-Empfänger. Diese besitzen ein eigenes Display, auf dem die ermittelten Positionen auf einer Karte angezeigt werden können.

5. Navigationssystem: Das Navigationssystem besitzt noch einige zusätzliche Funktionen im Gegensatz zum Navigationsgerät und wird gerne in Autos benutzt. Mit diesem Gerät kann auf einer Karte die momentane Position, das Ziel und die bereits zurückgelegte Strecke angezeigt werden. Weiterhin ist es möglich, sich die kürzeste Verbindung vom Standort zum Zielort anzeigen zu lassen.

6. Präzisionsgeräte: Die Präzisionsgeräte werden von Standard-Konsumenten eher nicht genutzt, sondern sind normalerweise professionellen Nutzern vorbehalten. Oft sind sie fixiert und ihre Antenne ist größer, um das Signal besser aufnehmen zu können. Auf diese Weise kann die Positionsbestimmung noch genauer erfolgen.

7. Militärische Empfänger: Die GPS-Empfänger des Militärs sind lediglich diesen vorbehalten und nutzen nicht das übliche L1, sondern das L2 Signal, das von herkömmlichen Empfängern nicht empfangen werden kann. Für diese Geräte sind jedoch spezielle Codes nötig, um das Signal zu entschlüsseln.

Geocaching

Geocaching ist im Prinzip eine moderne Form der altbewährten Schatzsuche oder Schnitzeljagd, mit dem Unterschied, dass einem hierzu heute eine ganze Reihe moderner Technologien und Hilfsmittel zur Verfügung stehen und einige der Zieldestinationen des „Schatzes“ heute im Sinne des Extremsports oftmals eine große Herausforderung darstellen.
Davon abgesehen ist das Geocaching heute zu einer sehr beliebten Freizeitbeschäftigung geworden, die es Klein und Groß genauso wie Jung und Alt ermöglicht, gemeinsam Spaß zu haben und die Natur auf eine ganz spannende Art und Weise für sich zu entdecken.

Bei der neuen Variante der Schatzsuche benutzt man nicht mehr einen einfachen Kompass, der einem grob die Richtung des Versteckes weist, sondern bedient sich des modernen Hilfsmittels des Global Positioning Systems (GPS), einem Navigationssystem per Satellit, das einem mit Hilfe der richtigen Koordinaten genau zu der Position des versteckten Schatzes führt, so dass man ihn nur noch vor Ort in seinem in der Natur getarnten Versteck ausfindig machen muss.

Der „Schatz“, der beim Geocaching gefunden werden soll, nennt sich auch Cache oder Geocache und besteht in der Regel aus einem kleinen Kistchen, das ein Logbuch, einen Stift und einige kleine Tauschgegenstände enthält. Hat man den Cache entdeckt, so kann man sich in das Logbuch aller erfolgreichen „Schatzsucher“ eintragen und einen der Tauschgegenstände entnehmen, um dafür einen anderen zu hinterlassen. Bei den Tauschgegenständen handelt es sich in der Regel um Kleinigkeiten von nicht allzu großem Wert, die ganz nach dem Motto des gleichwertigen Tausches (equal trade) hinterlassen werden können. Wer also eine Druckerpatrone findet sollte auch wieder
Druckerpatronen hinterlassen (Hier die Empfehlung Druckerpatronen pixma mp540 sind günstig).

Das Schöne am Geocaching ist, dass es sich immer weiter entwickelt und immer neue Formen der Schatzsuche hinzukommen. Einige Caches sind besonders schwer zu erreichen (im Gebirge oder unter Wasser), für einige Positionen, muss man erst Rätsel und Hinweise entschlüsseln und wieder andere kann man in einem Wettkampf gegen andere Mitstreiter finden. Die Möglichkeiten sind endlos und fast täglich kommen neue Formen des Geocaching hinzu.

Wer diesen Trend gerne einmal selbst ausprobieren möchte, der braucht einfach nur ein geeignetes GPS-Gerät und die Geodaten eines Caches (in zahlreichen Geodatenbanken im Internet erhältlich) und schon kann die spannende Schatzsuche losgehen.

Bild: geocaching.com

Geodaten in Deutschland

Geodaten sind kein Phänomen, das sich allein auf die Geologie und Geographie eines Landes bezieht. Auch wenn man das beim Begriff „Geodaten Deutschland“ vielleicht vermuten könnte. Natürlich beinhaltet dies schon die Koordinaten der Landesgrenze, die Grenzen der einzelnen Bundesländer, die Koordinaten des gesamten Straßennetzes, etc. In der Tat ist es aber auch so, dass viele verschiedene andere Aspekte unter diesen Terminus fallen.

Die Geodaten von Deutschland umfassen viel mehr Bereiche unseres Lebens, als wir wirklich wahrnehmen oder uns vorstellen können. Hier eine kleine Übersicht über einige wenige Gebiete, in denen Geodaten wichtige Dienste leisten, ohne dass uns das wirklich bewusst ist:

1. Gesundheit: Wenn es um die Risikogebiete für bestimmte Krankheiten geht oder um die Möglichkeiten diese einzudämmen, sind Geodaten notwendig, um diese Gebiete einzugrenzen und aufgrund der Gegebenheiten Voraussagen darüber zu treffen, wie sich Krankheiten hier ausbreiten können bzw. was man dagegen tun kann.

2. Handel: Im Bereich Handel können geeignete Standorte für Firmen ausgemacht werden, die deren Anforderungen (z.B. bezüglich Erreichbarkeit, Einzugsgebiet, natürliche Rohstoffe, etc.) genügen.

3. Immobilien: Wohn- und Geschäftsimmobilien können nur dann errichtet werden, wenn die entsprechenden Geodaten vorliegen und der Bau unproblematisch erscheint. Auch der Wert einer Immobilie kann von den jeweiligen Geodaten abhängen.

4. Landwirtschaft: Besonders in der Landwirtschaft spielen Geodaten eine entscheidende Rolle. So kann man anhand dieser Daten beispielsweise bestimmen, ob der Boden dazu geeignet ist, eine dafür vorgesehene Obst- oder Gemüsesorte anzubauen. Geodaten können sogar dabei behilflich sein festzustellen, welche Bereiche eines Ackers mehr Dünger benötigen als andere.

5. Sicherheit: Wenn es darum geht, die Auswirkungen von Naturkatastrophen durch Sicherheitssysteme wie zum Beispiel dem Bau von Dämmen, Deichen und Schleusen, zu verhindern, dann leisten Geodaten gute Dienste mit Informationen über mögliche Risikogebiete, die Standortbestimmung für den Bau einer solchen Maßnahmen und über die Beschaffenheit des Bodens auf dem gebaut werden soll.
 
6. Städtebau und Landschaftsplanung: In der Planung und beim Bau von Städten und Landschaftsprojekten ist die Verwendung der entsprechenden Geodaten Gang und Gäbe. Hier kommen sowohl die Koordinaten für einzelne Gebiete als auch Bodenbeschaffenheit, Standorttauglichkeit, etc. zum Tragen.
 
7. Umwelt: Auch im Bereich Umwelt geben Geodaten Aufschluss darüber, wie sich beispielsweise ein Waldgebiet über die Jahre entfalten könnte oder welche Ressourcen vorliegen und wie sich deren Existenz in einigen Jahren entwickeln könnte.