Geocaching – Schatzsuche hoch zu Ross

Viele Reiter, die ihre Freizeit mit dem Pferd abwechslungsreich gestalten möchten ohne an Turnieren teilzunehmen, suchen Entspannung in der Natur. Neben normalen Ausritten nehmen sie an Wander-, Distanzritten oder Reiterralleys teil. Ein neuer Trend, der sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit erfreut, ist Geocaching hoch zu Ross. Doch was versteht man unter dieser Schatzsuche oder Schnitzeljagd zu Pferd, wie wird sie durchgeführt und woher kommt sie?

Geocaching (Geo steht für griechisch Erde und cache ist die englische Bezeichnung für geheimes Lager) stammt aus Amerika und wird dort seit der Nutzbarkeit des GPS-Signals für private Zwecke im Jahre 2000 praktiziert. Dave Ulmer ist der Erfinder des weltweiten Spieles, das es zum Ziel hat via GPS-Daten an bestimmten Orten versteckte Behälter aufzuspüren, die ein Logbuch und Tauschobjekte enthalten. Der Finder des sogenannten Caches kann sich im Logbuch eintragen und den Tausch von Gegenständen dokumentieren. Die Behälter selbst sind unterschiedlich groß; sie können so klein sein, dass nur ein Zettel in Ihnen Platz hat, andere sind groß genug um auch außergewöhnlichen Tauschobjekten Platz zu bieten. Entscheidend ist, dass der Behälter wasserdicht ist.

Da die Caches oftmals in der freien Natur versteckt werden – meist in natürlichen Hohlräumen in Felsen oder Bäumen, ist das Spiel ideal für den abenteuerlustigen Reiter geeignet. Neben den Koordinaten eines Caches, die im Internet veröffentlicht werden, braucht man ein Gerät, das GPS-Signale empfangen kann. Das Pferd muss keine besonderen Voraussetzungen erfüllen. Solange es geländegängig ist und über eine gewisse Grundkondition verfügt, sind Tiere jeden Alters und jeder Rasse geeignet. Man kann alleine oder in der Gruppe auf die elektronische Schatzsuche gehen.

Auch hinsichtlich des Pferdezubehörs stellt Geocaching keine besonderen Ansprüche. Eine Satteltasche zur Aufbewahrung des GPS-Geräts oder für die Tauschgegenstände kann von Vorteil sein. Caches, die speziell für Reiter ausgelegt sind können bevorzugt mit Gegenständen befüllt werden, die für Reiter interessant sind, wie zum Beispiel einem Hufkratzer. Satteltaschen und kleine Tauschgegenstände können in Reitsportfachgeschäften, die auf Pferdezubehör spezialisiert sind, erworben werden, wie zum Beispiel im Pferdesporthaus Loesdau.

Jeder Reiter, der mehr möchte, als ziellos auszureiten, wird von diesem Spiel begeistert sein, das Naturerlebnisse mit Spiel, Spaß und Spannung verbindet und einen jeden Finder mit einem kleinen Schatz belohnt.

Bild: Claudia Janzen  / pixelio.de